Lebenslang lernen zu können, ist eine der Schlüsselqualifikationen der heutigen Zeit. Daher kann die Schule von heute sich nicht darauf beschränken, Wissen zu vermitteln. Vielmehr müssen die Lernpartner Methoden lernen, um ihr Lernen zu strukturieren und sich selbstständig Wissen anzueignen.

Hierfür führen unsere Lernpartner ihr Logbuch. Das Logbuch erfüllt zwei Funktionen: Zum einen halten die Lernpartner darin fest, was sie in einer Stunde gemacht haben. Zum anderen planen sie mit Hilfe des Logbuches aber auch ihr selbstständiges Lernen in den Lernbürozeiten. 
Das Logbuch wird von den Coaches regelmäßig kontrolliert und ist Grundlage des Coachings und auch der Kommunikation mit den Eltern, da diese das Logbuch regelmäßig unterschreiben müssen.

Auch soziale Kompetenzen sind zentrale Fähigkeiten, die immer wieder trainiert werden müssen. 
Daher ist der Schultag durch den Wechsel von individuellen und kooperativen Lernformen gekennzeichnet.

Individuelles Lernen ermöglichen wir durch:

  • selbstorganisiertes Lernen im Lernbüro (mit Hilfe des Logbuches)

  • Lernen in eigenem Tempo
  • Lernen auf individuellen Niveaus
  • Aufgabenübersichten und Wochenplan
  • individuelles Coaching
  • Lernnachweise ersetzen in den Lerngruppen 5 – 7 benotete Klassenarbeiten
  • regelmäßige Lernentwicklungsgespräche mit Eltern, Lehrern und Lernpartnern

Kooperatives Lernen ermöglichen wir durch:

  • Soziales Lernen mit den Schulsozialarbeitern im Lerngruppenverbund
  • Sozialpraktikum in Klasse 8
  • Projektartiges Lernen in den Nebenfächern
  • lerngruppenübergreifende, interessengeleitet ausgewählte Arbeitsgemeinschaften am Mittwochnachmittag

Weg frei für Leistung -
individuell zum Ziel

  • Angebote für alle Bildungsstandards
  • Lehrkräfte aller Schularten unterrichten
  • Französisch ab Jahrgangsstufe 6
  • Wahlprofil ab Jahrgangsstufe 8: Spanisch, Naturwissenschaften oder Sport

Abschlüsse und Anschlüsse

Haben die Lernpartner die 8. Jahrgangsstufe erreicht, entscheiden die Eltern nach dem 1. Schulhalbjahr, welchen Schulabschluss sie für ihr Kind anstreben. Dabei kann gewählt werden zwischen:

  • Hauptschulabschluss nach Jahrgangsstufe 9
  • Hauptschulabschluss nach Jahrgangsstufe 10
  • Realschulabschluss nach Jahrgangsstufe 10

Dieser Schullaufbahnentscheidung gehen intensive Beratungsgespräche und eine Empfehlung der Lerngruppenkonferenz voraus.

Anschlüsse an folgende weiterführende
Schulen sind außerdem möglich:

  • Zweijährige Berufsfachschulen
  • allgemeinbildendes Gymnasium
  • berufliches Gymnasium

Der Unterricht beginnt um 7. 30 Uhr mit einem Lernband, in dem die Lernpartner selbstständig Aufgaben bearbeiten. Daran schließt sich der Unterricht in den Haupt- und Nebenfächern an. Der Schultag wird mit einem weiteren Lernband abgeschlossen, das um 15.10 Uhr endet.

Zwei 20-minütige Pausen am Vormittag und eine längere Mittagspause bieten die Möglichkeit, sich zu stärken und zu erholen.


Jeder Lernpartner hat eine Lehrkraft als festen Lerncoach, der ihn begleitet. In kurzen, regelmäßigen Abständen treffen sich Lernpartner und Lerncoach. Gemeinsam wird auf der Basis des Logbuches reflektiert, wie dem Lernpartner das Lernen gelingt. Bei Schwierigkeiten werden gemeinsam Lösungswege gesucht. Das Lerncoaching ist zentral, um das Ziel der Gemeinschaftsschule zu erreichen: Die Lernpartner zu befähigen, eigene Lern- und Arbeitstechniken zu entwickeln.


Lernstatussystem

Als Sozialwirksame Schule liegt uns die Stärkung der sozialen Kompetenzen unserer Lernpartner sehr am Herzen. Daher haben wir ein Lernstatussystem eingeführt: Belohnt werden Lernpartner, die hohe soziale Kompetenzen zeigen. Ist dies nicht der Fall, erfolgt als Konsequenz die Rückstufung in einen niedrigeren Status.
Maßgebend für den Status ist, wie sich die Lernpartner an die Klassen- und Schulregeln halten, wie sie bereit sind zu lernen und wie sie ihr Logbuch führen. Für jede Woche erhalten die Lernpartner von ihrem Coach eine Rückmeldung. Mit dieser Rückmeldung verknüpft sind Punkte, die gesammelt oder abgezogen werden können. Die Höhe der gesammelten Punkte wiederum bestimmt den Status.

Neustarter

Starter

Durchstarter

Überflieger

Gelingt es einem Lernpartner über einen längeren Zeitraum nicht, die Pflichten des Starters einzuhalten, wird er zum Neustarter.
Alle Schüler beginnen als Starter.
Ein Starter, der seine Pflichten stets befolgt und somit die entsprechende Punktzahl gesammelt hat, wird Durchstarter.
Ein vorbildlicher Lernpartner kann Überflieger werden und erhält damit weitere Freiheiten bei der Gestaltung des Lernens.

Pflichten:

Rechte:

Rechte:

Rechte:

  • keine freie Platzwahl

  • Verlassen des Raums nur mit Erlaubnis

  • freitags verpflichtende Nacharbeitszeit

  • stetige Rücksprache mit den Lernbegleitern und Vorlage der Aufgaben

  • auch ältere Lernpartner müssen ihre Mittagspause muss auf dem Schulgeländer verbringen

  • Nutzung des Tablets nur im Lerngruppenraum

  • freie Platzwahl

  • Verlassen des Raumes ist nach Absprachee mit der Lehrkraft möglich

  • ab Lerngruppe 8 darf mit Einverständnis der Eltern in der Mittagspause das Schulgelände verlassen werden

  • Nutzung des Tablets auf dem Flur

  • freie Platzwahl

  • Verlassen des Raumes ist nach Abmeldung möglich

  • ein Lernbüro darf nach Einverständnis der Eltern frei gestaltet werden

  • freie Wahl des Coachings

  • Nutzung des gesonderten Pausenraums

  • ab Lerngruppe 8 darf mit Einverständnis der Eltern in der Mittagspause das Schulgelände verlassen werden

  • Nutzung des Tablets auf dem Schulgelände

  • freie Platzwahl

  • Verlassen des Raumes ist nach Abmeldung möglich

  • völlig freie Gestaltung der Lernbüros (nach Einverständnis der Eltern)

  • freie Wahl des Coachings

  • Nutzung des gesonderten Pausenraums

  • ab Lerngruppe 8 darf mit Einverständnis der Eltern in der Mittagspause das Schulgelände verlassen werden

  • das Tablet darf auch zu Hause genutzt werden

Pflichten:

Pflichten:

Pflichten:

  • Aufgaben müssen auf Nachfrage und mindestens einmal pro Woche vorgelegt werden

  • Coaching nach Vorgabe der Lehrkraft

  • Engagement für die Klassen- und Schulgemeinschaft: anderen helfen, respektvoll sein, auf Ordnung achten

  • Aufgaben müssen regelmäßig nach Vorgabe der Lehrkraft vorgelegt werden

  • freie Wahl des Coachings

  • Engagement für die Klassen- und Schulgemeinschaft

  • Vorbild sein

  • Übernahme von Verantwortung: abhaken der Aufgaben von Neustartern

  • freie Wahl des Coachings

  • sich für das Gemeinwohl in besonderem Maße einsetzen

  • Vorbild sein


Berufsorientierung

BORIS – Das Berufswahlsiegel

Berufsorientierung wird für Jugendliche aufgrund der veränderten Berufswelt immer schwieriger. In raschem Tempo verändern sich Berufe, veralten oder verschwinden ganz.
Daher ist es besonders wichtig, den Lernpartnern bei ihrer Berufswahl die für sie optimalen Hilfestellungen zu geben.

Schulen, die bei einer Überprüfung nachweisen können, dass sie sich bei der Berufsorientierung ihrer Lernpartner besonders engagieren, werden von der Landesstiftung Baden-Württemberg mit dem Berufswahl-SIEGEL BoriS ausgezeichnet.

Wir haben dieses Berufswahlsiegel bereits im Jahr 2008 erhalten.

Ablauf der berufsorientierenden Maßnahmen

Lerngruppe 5/6:
  • erste Berufsinformationen
  • Besuch des Hof Dölzer
Lerngruppe 7:
  • Schnupperpraktikum, bei dem die Jugendlichen achtmal jeweils mittwochs den ganzen Tag in einen unserer Partnerbetriebe besuchen (insgesamt viermal denselben Betrieb)
  • Eltern-Schüler-Werkstatt, bei der Betriebe an einem Samstag in workshops Eltern und Jugendlichen ihre Berufe vorstellen und diese ausprobiert werden können
Lerngruppe 8:
  • Teilnahme am Profil AC und Analyse der Ergebnisse (Überprüfung von Fähigkeiten, die die Lernpartner im Berufsleben brauchen werden).

    Sozialkompetenz: Kommunikationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit
    Methodenkompetenz: Planungsfähigkeit, Problemlösefähigkeit
    Personale Kompetenz: Durchhaltevermögen, Selbstständigkeit, Ordentlichkeit, Konzentrationsfähigkeit
    Berufsspezifische Kompetenz: Vorstellungsvermögen, Arbeitsgenauigkeit, Arbeitstempo
  • Durchführung eines Sozialpraktikums (eine Woche) in einer sozialen Einrichtung (z.B. Seniorenheim)
  • Durchführung eines dritten Betriebs-Praktikums (zwei Wochen)
  • Eltern-Schüler-Werkstatt, bei der Betriebe an einem Samstag in workshops Eltern und Jugendlichen ihre Berufe vorstellen und diese ausprobiert werden können
  • Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ) in Tauberbischofsheim
  • Firmenbesichtigung
  • Besuch von Bildungsmessen
  • Individuelle Beratungsgespräche mit dem Berufsberater und den Coaches an der Schule
  • Berufseinstiegsbegleiter als persönliche Unterstützer auf dem Weg in den Beruf für ausgewählte Lernpartner ab Jahrgangsstufe 8
  • Teilnahme am Wettbewerb "Kreative Köpfe" ab der Jahrgangsstufe 8
Lerngruppe 9/10:
  • Durchführung eines vierten Betriebs-Praktikums (eine Wochen) in LG 9
  • Schnuppertag an der Berufsschule (alle Schularten)
  • Eltern-Schüler-Werkstatt mit Schwerpunkt Bewerbungstraining und Benimm-Knigge im Berufsleben
  • Durchführung weiterer Praktikumstage wenn nötig in LG 10
  • Individuelle Beratungsgespräche mit dem Berufsberater und den Coaches an der Schule
  • Berufseinstiegsbegleiter als persönliche Unterstützer auf dem Weg in den Beruf für ausgewählte Lernpartner ab Jahrgangsstufe 8
  • Teilnahme am Wettbewerb "Kreative Köpfe" ab der Jahrgangsstufe 8

ESW 4

ESW 3

ESW 2